Richard Burton in:
Der Spion, der aus der Kälte kam
GB 1965, Lauflänge: 105 min
OT: The Spy Who Came in from the Cold
Der Schwarz-Weiß-Film Der Spion, der aus der Kälte kam basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Le Carré. Ein ernster Agententhriller in der Zeit des Kalten Krieges. Thematisiert wird die Installation britischer Doppelagenten in der DDR. Richard Burton brachte der Film eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein.
Plot: Alec Leamas (Richard Burton) ist Sektionschef des britischen Geheimdienstes in West-Berlin. Vor seinen Augen wird einer seiner Informanten am Checkpoint Charlie erschossen. Auf Befehl seines Chefs kehrt Leamus nach nach London zurück, wird dort zum Säufer und entlassen. Er nimmt einen Job als Bibliothekar an und lernt dort Nan Perry (Claire Bloom) kennen. Perry ist eine einsame, überzeugte, aber naive Kommunistin, die Leamus zum Essen einlädt. Nach einer Schlägerei in einem Kaufladen geht Leamus ins Gefängnis. Doch die Entlassung aus dem Geheimdienst und der auffällige Lebenswandel danach waren nur ein gespielter Köder für den DDR-Geheimdienst. Leamus soll überlaufen, um beim DDR-Agenten Fiedler (Oskar Werner) dessen gefährlichen Vorgesetzten Mundt (Peter Van Eyck) in Misskredit zu bringen und dadurch auszuschalten. Als Leamus aus dem Gefängnis entlassen wird, beißt der DDR-Geheimdienst prompt an. Gegen Bezahlung erklärt sich Leamus bereit, Informationen preiszugeben. Leamus deutet der in ihn verliebten Nan an, dass er für einige Zeit weggehen werde, aber nicht wohin, um sie zu schützen. Er reist mit einem DDR-Mittelsmann aufs europäische Festland - zunächst nach Holland, und dann weiter ins «gelobte Land», oder besser: in die Höhle des Löwen, das Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone...
Bei vielen Agentenfilmen ist der Kalte Krieg ein bunter Action-Spaß, jedoch nicht bei diesem. Der Spion, der aus der Kälte kam ist realitätsnah, schonungslos und unterschwellig spannend. Freunde schneller Schnittfolgen wird der Film Der Spion, der aus der Kälte kam wahrscheinlich langweilen. Denn in diesem Agententhriller wird auf eine stimmige Dramaturgie gesetzt, mit ausgefeilten Charakteren.
| Darsteller | als |
| Richard Burton | Alec Leamas |
| Claire Bloom | Nan Perry |
| Oskar Werner | Fiedler |
| Peter Van Eyck | Hans-Dieter Mundt |
| Sam Wanamaker | Peters |
| Rupert Davies | George Smiley |
| Michael Hordern | Ashe |
| etc. | |
| Musik Sol Kaplan | |
| Drehbuch John le Carré Paul Dehn Guy Trosper | |
| Regie Martin Ritt | |
Bewertung
Agententhriller ohne Knalleffekte, dafür mit Tiefgang. Hier steht das Wort als Waffe im Vordergrund. Gelungen!
Mehr Infos zum Film
- 3sat (Filminhalt)
- moviemaster.de (Filmkritik)
- IMDb (Namen und Daten zum Film, inkl. Kritiken)
- Wikipedia-Eintrag (über diesen Film)

