Rudi Völlers Ausraster bei Waldi Hartmann
«Käse [...] Scheiß [...] Scheißdreck», wettert Teamchef Rudi Völler...
Wir schreiben den 6. September 2003. Vizeweltmeister Deutschland hat soeben in der EM-Qualifikation gegen Island 0:0 gespielt. Auf Island wohlgemerkt, also auswärts. Und dann war Island auch noch Tabellenführer der deutschen Qualifikationsgruppe. Moderator Gerhard Delling und «Experte» Günter Netzer unterhielten sich live in der ARD über einen neuen Tiefpunkt, den das Gegurke der deutschen Fußball-Nationalmannschaft an diesem Tag erreicht habe. Das Gespräch von Delling und Netzer hörte der deutsche Teamchef Rudi Völler mit. Völler saß bereits in einem anderen Studio, bereit zum Interview mit Waldemar «Waldi» Hartmann. Was dann folgte, war der Ausraster des Rudi Völler - denn eine Wutrede konnte man es ja nicht nennen - schließlich handelte es sich um ein Interview:
Man kann glatt vergessen, wie lustig dieses Interview damals war. Der sonst so lieb wirkende Rudi Völler redete sich in Rage, schoss teilweise über sein Ziel hinaus (Waldemar Hartmann habe «schon drei Weizen drin»...). Andererseits: Was die Herren Delling und Netzer angeht, da hat Völler gar nicht mal so Unrecht. Alles in allem - Kult, dieses Hartmann-Völler-Interview!
Die Deutschen qualifizierten sich übrigens doch noch für die EM in Portugal, schieden dort aber in der Vorrunde aus. Die deutsche Nationalmannschaft hatte - um es mit Dellings Worten zu sagen - einen neuen Tiefpunkt erreicht. Und Rudi Völler reichte es nun auch: Er trat als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft zurück.
